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Fragen Sie die foodwatch-Ernährungsberaterin!![]() Frage des Monats Juli 2010:Nach einer üppigen Mahlzeit soll ein Schnaps der Verdauung helfen. Stimmt das? Antwort der foodwatch-Ernährungsberaterin Katrin Glang:
Wer kennt das Ritual nicht: Nach einem schweren Essen wird zum Schnaps gegriffen. Ein Gläschen soll die Verdauung erleichtern. Doch der erhoffte Effekt entspricht nicht den Tatsachen, denn Alkohol ist kein Verdauungsförderer - er ist ein Verdauungshemmer. Ein Teil des Alkohols gelangt direkt in das Gehirn, wo er wichtige Nerven blockiert, die dafür zuständig sind, dass die Nahrung vom Magen in den Dünndarm transportiert wird. Kräuter helfen – aber nicht (nur) im SchnapsAbhilfe bieten höchstens die Kräuterschnaps enthaltenen Kräuterauszüge: Gelber Enzian, Wermut, Engelwurz, Löwenzahn, Pfefferminze, Tausendgüldenkraut und viele andere mehr sind auf natürliche Weise verdauungsfördernd, indem sie etwa den Gallefluss anregen. Die Kräuter müssen aber keinesfalls in Form von Schnaps verzehrt werden. Sie frisch im Essen oder als Tee zu sich zu nehmen, ist wesentlich gesünder und wirkungsvoller. So ist es zum Beispiel sinnvoll, ein eher schwer verdauliches Essen im Vorhinein mit den richtigen Zutaten zu würzen. Kümmel, Beifuß, Rosmarin, Salbei, Fenchel, Lorbeer oder Bohnenkraut sind gut für die Verdauung.
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Wenn Ihnen allerdings regelmäßig nach dem Essen nach einem Kräuterschnaps zumute ist, dann überdenken Sie besser Ihren Speiseplan. Kochen Sie möglichst mit vielen frischen Zutaten wie Gemüse der Saison, dämpfen Sie besser anstelle zu braten, verzichten Sie bei Fisch und Fleisch auf dicke Saucen. Bewegen Sie sich nach den Essen – das kurbelt die Verdauung am besten an. Und wenn es doch einmal ein Schnaps sein soll, dann bitte nur ein Gläschen Kräuterschnaps. Süßer Likör ist schlecht für die VerdauungSüße Alkoholika wie Toffee-Liköre sind als Verdauungshelfer übrigens völlig untauglich. Sie bremsen die Magen-Darm-Aktivitäten zusätzlich, da der Körper erst einmal damit beschäftigt ist, die Zuckerkonzentration im Magen zu verdünnen. Erst danach wird der Nahrungsbrei in den Darm befördert.
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