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September 2011: Fruchtsäfte sind doch sehr gesund, oder?Frage des Monats September 2011:Fruchtsäfte sind doch sehr gesund, oder? Antwort der Ernährungsexpertin Katrin Glang:Prinzipiell empfehle ich, Früchte so zu essen, wie sie aus der Natur kommen. Was viele nicht bedenken: Fruchtsaft enthält verhältnismäßig viele Kalorien. Als Durstlöscher besser geeignet sind daher kalorienärmere Alternativen wie verdünnte Schorlen, Tee oder Wasser.
Saft nicht gleich SaftAußerdem verdienen manche Saftzubereitungen bei genauerem Hinsehen nicht mehr wirklich den Begriff Saft. Im Handel werden verschiedene Qualitäten verkauft: Fruchtsaftgetränke sind eine Mischung aus Wasser, Zucker und – oft beschämend wenig – Fruchtsaft. Der Fruchtsaftgehalt liegt meist zwischen 6 und 30 Prozent. Neben viel zugesetztem Zucker finden sich häufig auch diverse Zusatzstoffe wie Säuerungsmittel, Aromen und Farbstoffe in dieser Getränkeart. Fruchtnektar ist eine Mischung aus Fruchtsaft, Wasser und Zucker. Der Fruchtsaftgehalt liegt je nach Fruchtart lediglich bei 25 bis 50 Prozent, der zugesetzte Zuckeranteil kann bis zu 20 Prozent betragen. Fruchtsäfte und Direktsäfte müssen zu 100 Prozent aus der genannten Frucht stammen. Fruchtsaft kann aus Konzentrat verdünnt sein, Direktsaft hingegen darf nicht aus Konzentrat stammen. 1,5 Prozent Zucker – oder 15 Gramm pro Liter – sind zur Korrektur eines sauren Geschmackes bei Säften (bis auf Trauben- und Birnensaft) laut Gesetz erlaubt. Um einen süßeren Geschmack zu erzielen, darf Säften bis zu 15 Prozent Zucker beziehungsweise 150 Gramm pro Liter zugesetzt werden. Dies muss dann allerdings mit dem Hinweis „Saft, gezuckert“ oder „mit Zuckerzusatz“ gekennzeichnet werden. Finden Sie hingegen die Bezeichnung „ohne Zuckerzusatz“ auf der Verpackung, muss das Produkt frei von jeglichem zugesetztem Zucker sein.
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