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Ernährungsfragen

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SEPTEMBER 2009: Wie unterscheiden sich Himalaya-Salz und Meersalz von gewöhnlichem Kochsalz?




Frage des Monats September:

Wie unterscheiden sich Himalaya-Salz oder Meersalz von gewöhnlichem Kochsalz?

Antwort der foodwatch-Ernährungsberaterin Katrin Glang:

Salz besteht unabhängig von seiner Herkunft aus etwa 97 bis 99 Prozent Natriumchlorid. Es wird für gewöhnlich in unterirdischen Salzlagerstätten aus ehemaligen Urzeitmeeren wie in Bad Reichenhall durch Auswaschung und nachfolgende Raffination abgebaut. Weltweit werden mehr als zwei Drittel des Salzbedarfs aus solchen Vorkommen gewonnen, die bis zu mehreren hundert Metern unter der Erde liegen. Dem gewöhnlichen Kochsalz können diverse Stoffe beigemengt werden. Üblich sind hierbei Jod, Fluor, Folsäure und Trennmittel, damit das Salz streufähig bleibt.

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Eine Meerwasser-Saline

Eine weitere Salzquelle ist das Meer: Hier kommt das Kristall in aufgelöster Form vor. Meerwasser wird in sogenannte Salzgärten geleitet. Das sind Becken, in denen das Wasser unter Sonnen- und Windeinwirkung verdunstet und die Salze auskristallisieren. Diese werden dann „abgeerntet“. Meersalz verfügt über einen leicht höheren Anteil an Calcium- und Magnesium-Sulfaten als Steinsalz. Der Großteil des bei uns verkauften Meersalzes entstammt dem westlichen Mittelmeerraum.

Eine kleine Besonderheit unter den Meersalzen ist das „Fleur de Sel“ oder „Flor de Sal“, die „Salzblume“, welches nur an heißen windstillen Tagen als hauchdünne Schicht an der Wasseroberfläche entsteht und per Hand abgeschöpft wird. Feinschmecker schätzen die individuelle Geschmacksnote dieses Salzes durch leicht andere Mineralbeimengungen. „Fleur de Sel“ wird oft mit Gewürzen wie etwa Rosmarin oder Oregano verfeinert.

Das Himalaya-Salz stammt meist aus Abbauquellen aus Pakistan. Es wird in der Regel nicht ausgewaschen oder mit anderen Substanzen angereichert, sondern nur in die entsprechende Teilchengröße vermahlen. Das Himalaya-Salz wird häufig als „Ursalz“ bezeichnet, weil es seinen Ursprung in urzeitlichen Weltmeeren hat, die sich vor etlichen Millionen Jahren in der entsprechenden Region abgelagert haben. Dies trifft aber letztlich auf jedes Steinsalz zu und ist daher kein besonderes Qualitätskriterium.


 

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Aus naturheilkundlicher Sicht werden dem Himalaya-Salz diverse positive Heileigenschaften zugesprochen. Rein naturwissenschaftlich besteht aber auch dieses Salz zu etwa 98 Prozent aus Natriumchlorid. In den restlichen zwei Prozent sind andere Stoffe enthalten – laut den Vertreibern des Salzes bis zu „84 Elemente“. Bei Analysen wurden allerdings weit niedrigere Werte ausfindig gemacht. Nach der allopathischen Medizin ist die vorhandene Menge an Mineralien nicht ausreichend für eine Heilwirkung. Auch aus homöopathischer Sicht entsprechen diese Salze nicht den dort verwendeten Verdünnungen.

Wer seinen Salzkonsum kontrollieren muss, dem würde die Lebensmittel-Ampel den Einkauf erleichtern, da er auf einen Blick erkennt, wie viel Salz in einem Produkt steckt. Unterstützen Sie die Forderung nach der Ampelkennzeichnung – jetzt in der Online-Mitmachaktion!

 


 

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