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Ernährungsfragen

Mai 2011: Sind Leinsamen giftig? Ich habe gehört, dass Blausäure darin vorkommen soll.




Frage des Monats Mai 2011:

Sind Leinsamen giftig? Ich habe gehört, dass Blausäure darin vorkommen soll.

Antwort der Ernährungsexpertin Katrin Glang:

Leinsamen enthalten in der Tat Vorstufen von Blausäure. Diese werden als „cyanogene Glykoside“ bezeichnet. Das Risiko einer Blausäurevergiftung wird von Fachleuten jedoch als sehr gering angesehen. Zum einen sind die aufgenommenen Mengen in der Regel viel zu gering. Zum anderen hindern der saure pH-Wert des Magens und gewisse Enzyme im menschlichen Körper die Umwandlung der Glykoside in Blausäure.

Leinsamen
Kein Grund zur Sorge

Selbst wer Leinsamen zur Förderung der Verdauung pur zu sich nimmt, muss sich keine Sorgen machen. Der aufgequollene Leinsamen wird fast vollständig wieder ausgeschieden. Eine Aufnahme von möglichen negativen Stoffen findet daher fast nicht statt. Auch für Liebhaber von Leinsamen-Brot gibt es Entwarnung: Beim Backen zerstört die Hitze die Glykoside.

Nicht mehr als zwei Esslöffel

Problematischer ist eher ein von Natur aus hoher Cadmiumgehalt der Leinsamen. Cadmium reichert sich im Laufe des Lebens im Körpergewebe an (hauptsächlich in der Niere, aber auch in der Leber, den Knochen und im Drüsengewebe). Nierenschädigungen sind die am häufigsten beobachtete toxische Wirkung. Deshalb sollte die maximale tägliche Dosis unter 20g bleiben. Dies entspricht ca. zwei Esslöffeln.

 


 

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