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Ernährungsfragen

März 2011: Goji-Beeren sind zurzeit in aller Munde. Doch was steckt eigentlich hinter dieser Wunderfrucht?




Frage des Monats März 2011:

Goji-Beeren sind zurzeit in aller Munde. Doch was steckt eigentlich hinter dieser Wunderfrucht?

Antwort der Ernährungsexpertin Katrin Glang:

Goji-Beeren sind die Früchte des gemeinen Bocksdorn. Im Handel gibt es sie meist in der getrockneten Variante pur oder für Naschkatzen sogar mit Schokoladenüberzug. Den überwiegend aus dem asiatischen Raum stammenden Goji-Beeren werden etliche positive Wirkungen auf die Gesundheit nachgesagt. Manch einer preist sie sogar als „Superfood“ an.

Goji Beeren
Wertvolle Inhaltsstoffe

In der Tat enthalten Goji-Beeren wertvolle Inhaltsstoffe wie Antioxidantien, Kohlenhydrate, Ballaststoffe, Eiweiße, Mono- und Polysaccharide sowie die Carotinoide Lutein und Zeaxanthin. Die beiden letztgenannten sollen sich zum Beispiel förderlich auf die Augengesundheit auswirken. Auch bei Bluthochdruck oder Krebserkrankungen sollen die Beeren einen positiven Effekt haben. Aussagekräftige Studien dazu stehen allerdings bisher noch aus.

Keine Belege

Der gesundheitliche Nutzen ist also nicht eindeutig belegt – grundsätzlich schadet die Goji-Beere aber nicht. Ein Problem ist allerdings, dass Goji-Beeren häufig Pestizid-Rückstände aufweisen. Ökologisch sinnvoller ist ohnehin ein Mix aus dem vielfältigen einheimischen Obst- und Gemüse-Angebot. Viele Sorten wie Kohlgemüse, aber auch Mais, Brokkoli, Möhren oder Kürbis sind der exotischen Beere in ihrem Carotinoidgehalt und den anderen Inhaltstoffen ähnlich. Die regionalen und saisonalen Gemüse- und Obstsorten sollten deshalb für eine gesunde Ernährung täglich auf dem Speiseplan stehen.

 


 

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