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Ernährungsfragen

Juni 2011: Was ist eigentlich Ghee?




Frage des Monats Juni 2011:

Was ist eigentlich Ghee?

Antwort der Ernährungsexpertin Katrin Glang:

Im Grunde genommen ist Ghee eine Butterfettvariante – nämlich geklärte Butter. Diese enthält im Vergleich zu handelsüblicher Butter kein Wasser und Milcheiweiß mehr. Nur das reine Butterfett ist in Ghee enthalten.

Ghee
Heil- und Lebensmittel

Die Grenzen zwischen Heil- und Nahrungsmittel sind bei diesem Lebensmittel in der ayurvedischen Medizin sehr schwimmend. Seit Jahrtausenden schon wird Ghee in der ayurvedischen Heilkunde, aber auch in der Küche eingesetzt. Vor allem in Pakistan und Indien hat Ghee eine lange Tradition und gehört dort zu den wichtigsten Speisefetten.

Aber auch bei uns kennt man ein ähnliches Produkt: das bekannte Butterschmalz. Im Gegensatz zu Schmalz wird dieses nicht aus Schlachtfett, sondern aus Kuhmilch hergestellt. Ursprünglich wurde Butterschmalz in der Alpenregion erfunden, um mittels eines einfachen Verfahrens Butter länger haltbar zu machen. Heute wird industriell hergestelltes Butterschmalz meist einem deutlich komplizierteren Behandlungsverfahren unterzogen.

Ghee selber machen

Wer es traditioneller möchte, kann sein Butterschmalz – beziehungsweise Ghee – ohne großen Aufwand selbst herstellen: Lassen Sie ein Paket Butter in einem Topf einschmelzen und erhitzen es vorsichtig weiter. Der entstehende Schaum sollte regelmäßig abgeschöpft werden, bis keine Schaumkronen mehr entstehen. Wenn Sie das Butterschmalz durch einen Filter in ein geeignetes Gefäß geben, bekommt es eine schöne goldgelbe Farbe. Die auf diese Art geklärte Butter ist mehrere Monate lang haltbar und hat den Vorteil, dass sie für hohe Temperaturen gut geeignet ist und beim Braten nicht mehr spritzt.

 


 

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