
Ernährungsfragen |
Ist Rohzucker gesünder oder raffinierter Zucker, also brauner Zucker gesünder als weißer?
Zucker wird maßgeblich aus Zuckerrohr oder Zuckerrüben gewonnen. Die zerkleinerten Feldfrüchte werden gekocht oder gepresst und so der Zucker bzw. die Saccharose extrahiert. Je öfter dieses Procedere wiederholt wird, desto „reiner“ und weißer werden die Zuckerkristalle.
Brauner Zucker, auch Rohzucker genannt, ist demnach entweder die „Vorstufe“ von weißem Raffinadezucker, bei dem die Kristalle noch nicht restlos von anhaftenden Mineral- und Farbstoffen (Melasse) befreit worden sind. Oder es ist weißer Raffinadezucker, der auf braun getrimmt wird: Der Zuckerproduzent fügt ihm extra Melassesirup zu, um ihm dadurch etwas Farbe und Geschmack zu verleihen. In beiden Fällen enthält der braune Zucker einen Hauch mehr an Ursprungssubstanz der Zuckerrübe oder des Zuckerrohrs als der weiße, raffinierte Zucker. Allerdings ist der Unterschied so minimal, dass er für die Ernährung keine wichtige Rolle spielt – es ist also eher eine Frage des Geschmacks, ob man weiße oder braune Süße bevorzugt.
Etwas mehr „wertvolle“ Stoffe weist der Vollrohrzucker auf. Dieser ist der eingedickte, getrocknete und anschließend gemahlene Zuckerrohrsaft. Er verleiht Speisen einen typischen malzigen oder karamelligen Geschmack, den der Vollrohrzucker von Natur aus mit sich bringt. Doch dieser Fakt stellt keinen Freifahrschein für hemmungsloses Zuckerschlecken dar. Auch der Vollrohrzucker sollte abhängig vom Körpergewicht und vom gesunden Stoffwechsel zur wertvollen aber sparsamen Verfeinerung von Speisen und Getränken dienen.
TIPP:
Eine geschmacklich interessante Alternative zu klassischem Zucker ist der braune Muscovado-Zucker. Der unraffinierte und ungereinigte Rohrzucker kommt aus Mauritius. Unter Espressotrinkern gilt er als optimaler Zucker zum Espresso, da dieser mit seinem Eigenaroma am besten harmoniert.
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