Aktuelle Themen 03.06.2010 |
| Hallo und guten Tag, | 03.06.2010 |
wie ein gesunder Lebensstil aussieht, darüber klärt uns seit Neuestem Steffi Graf im Fernsehen auf. Schade, dass die Tennislegende dabei für das falsche Produkt wirbt: Ihr „Geheimnis“ sei Actimel, erklärt die frühere Weltklasse-Sportlerin, die inzwischen in den USA lebt. Dagegen haben die Verbraucher in Europa längst erkannt, dass Danone mit dem probiotischen Joghurt nur ein haltloses Gesundheitsmärchen auftischt: Nach 2009 in Deutschland erhielt der Hersteller gerade erst auch in Holland den Preis für die dreisteste Werbelüge des Jahres unserer Schwesterorganisation foodwatch Niederlande, der dort „Gouden Windei“ (Goldenes Windei) heißt. Steffi Grafs Geheimnis bleibt es also vor allem, warum sie sich für eine solche Mogelpackung hergibt.
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Ihr foodwatch-Team
Unsere Themen:
Qualitätsverbesserung durch Glutamat?
Aufgewärmte Industrieprodukte, aufgetischt als Spitzengastronomie: Diese Werbung der Deutschen Bahn hatte foodwatch in der vergangenen Woche kritisiert. Zumal in der Speisekarte nicht einmal die verwendeten Aromen und Zusatzstoffe deklariert waren – lasche Gesetze für die Gastronomie machen es möglich. Nun geht die Schummelei im Speisewagen weiter. Auf unsere Kritik reagierte die Bahn mit der Ankündigung, dass von Juni an im Zuge einer Qualitätsverbesserung auf den glutamathaltigen Hefeextrakt verzichtet werde. Tatsächlich ist in den Juni-Gerichten der Aktion „TV-Köche tischen auf“ kein Hefeextrakt drin – dafür jedoch reines Glutamat. Das als Qualitätsverbesserung zu verkaufen, lässt nur einen Schluss zu: Die Deutsche Bahn will ihre Gäste im Speisewagen verschaukeln. Fordern Sie die Deutsche Bahn auf, die Zutaten ihrer Fertiggerichte in der Speisekarte zu veröffentlichen und unterstützen Sie unsere E-Mail-Aktion!
Wirtschaftsforscher für die Ampel
Unterstützung von überraschender Seite: „Die Ampel erreicht die Verbraucher am besten“, schreibt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) zur Debatte um die beste Nährwertkennzeichnung in seinem gerade erschienenen Wochenbericht. Anders als Kritiker behaupten, werde durch die Nährwert-Ampel der Wettbewerb nicht behindert, heißt es in dem Text, der in dem Fazit mündet: Die Politik „sollte (…) einer farblichen Gestaltung der Nährwertangaben (…) den Vorzug geben.“ Deutlicher lässt sich das nicht formulieren – von wegen, die Wissenschaft spreche gegen die Ampel! Mehr zum DIW-Bericht lesen Sie hier. Am 16. Juni wird das Europaparlament voraussichtlich über die Nährwertkennzeichnung abstimmen. Dann kommt es auf jede Stimme an. Bitte unterzeichnen Sie jetzt unsere E-Mail-Aktion für die Einführung der Nährwert-Ampel!
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PS: Recherchen und Kampagnen sind teuer. Aber ein wichtiges Druckmittel, damit Industrie und Politik sichere und ehrliche Lebensmittel gewährleisten und transparent deklarieren. Unterstützen Sie uns deshalb in unserer Arbeit und werden Sie Fördermitglied.
