Aktuelle Themen 03.05.2010 |
| Hallo und guten Tag, | 03.05.2010 |
es klingt wie der Plot eines Science-Fiction-Films, ist aber eine wahre Nachricht aus der vergangenen Woche: Mit dem Antrag WO/2009/097403 beim Weltpatentamt in Genf erhebt Monsanto Schutzrechte auf Schinken und Schnitzel. Der US-amerikanische Konzern will sich Fleisch von Tieren, die mit bestimmten genveränderten Pflanzen gefüttert wurden, wie eine Erfindung schützen lassen, um dann über die gesamte Produktionskette hinweg zu verdienen. Solche Monopole auf Nahrungsmittel darf es nicht geben. Über den Einsatz von Gentechnik dürfen nicht einzelne Großkonzerne, sondern muss die gesamte Gesellschaft entscheiden. Und bei der Frage, wie Lebensmittel produziert werden und was in den Produkten steckt, müssen Verbraucher ein gehöriges Wort mitreden. Wir versprechen Ihnen: Für dieses Recht wird sich foodwatch weiter einsetzen!
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Ihr foodwatch-Team
Unsere Themen:
93 Prozent fordern Smiley-System
Wenn es nach den Bürgern geht, sollten die Ergebnisse von Lebensmittelkontrollen öffentlich gemacht werden. Und zwar vor Ort, direkt in den Gaststätten oder Supermärkten. Dänemark macht das seit Jahren mit dem so genannten „Smiley-System“ erfolgreich vor. Eine überwältigende Mehrheit von 93 Prozent der Bundesbürger fordert Smileys auch für Deutschland, wie eine repräsentative Umfrage von Emnid im Auftrag von foodwatch ergab. Jahr für Jahr wird fast jeder vierte Lebensmittelbetrieb in Deutschland bei den amtlichen Kontrollen beanstandet. Doch niemand erfährt die Namen der „Guten“ – und die Namen derer, die es zum Beispiel mit der Hygiene nicht so genau nehmen. Sie wollen, dass sich das ändert? Dann unterstützen Sie unsere Aktion für die Veröffentlichung der Kontrollergebnisse mit dem Smiley-System!
Goldener Windbeutel: Aktion bei Zott
Sie haben den „Monte Drink“ zur dreistesten Werbelüge des Jahres gewählt. foodwatch überbrachte diese Nachricht Hersteller Zott persönlich am Firmensitz im bayerischen Mertingen. Doch die Großmolkerei wollte den Goldenen Windbeutel 2010 nicht annehmen, verhüllte sogar ihre Firmenschilder. Sehen Sie hier die Bilder und einen Film von unserer Aktion bei Zott.
Hersteller verändern Rezepturen
Bisher ist in Pfanners Wellness-Tee „Der Gelbe Zitrone-Physalis“ trotz großer Physalis-Abbildungen auf der Packung keine Spur Physalis drin. Ein klarer Fall von Etikettenschwindel – doch das soll sich ändern: Innerhalb der nächsten Monate komme das Produkt überarbeitet in den Handel. Und zwar mit Physalissaft, wie Hersteller Pfanner gegenüber Journalisten erklärte. Ein Erfolg des öffentlichen Drucks (Platz zwei bei der Wahl zum Goldenen Windbeutel!). Auch der „Gewinner“ der Werbelügen-Wahl reagierte. Zwar verweigerte Zott die Annahme des Goldenen Windbeutels. Ungehört konnte die Molkerei die öffentliche Kritik zehntausender Verbraucher aber nicht lassen: Zott kündigte an, sowohl die Rezeptur als auch die „Darstellung“ seines Mogelproduktes „Monte Drink“ zu verändern. Ein weiterer Beweis dafür, dass sich Verbraucherkritik lohnt! Mit unserer E-Mail-Aktion können Sie Zott zum Windbeutel 2010 „gratulieren“ und das Unternehmen auffordern, den Worten jetzt auch Taten folgen zu lassen.
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PS: Kampagnen sind teuer. Aber ein wichtiges Druckmittel, damit Industrie und Politik sichere und ehrliche Lebensmittel gewährleisten. Unterstützen Sie uns deshalb in unserer Arbeit und werden Sie Fördermitglied.
