DSDZ, Gammelfleisch, Verbrauchermonitor
|
Hallo und guten Tag,
|
09.12.2009
|
mit 39,7 Prozent Zuckergehalt ist "Kinder Choco Fresh" von Ferrero unangefochten Deutschlands Zuckerstar – und damit "Sieger" der Aktion DSDZ (Deutschland sucht die größte Zuckerbombe). Im November hatten wir die Besucher unserer Seite abgespeist.de aufgefordert, im Kühlregal nach dem süßesten Milchprodukt für Kinder zu suchen. Fazit: Scheinbar gesunde Milchprodukte für Kinder sind meistens keine leichten Zwischenmahlzeiten, sondern klebrige Süßigkeiten. Kinder Choco Fresh enthält fast vier Mal so viel Zucker wie Coca Cola, und auch die Milchschnitte (ebenfalls Ferrero, DSDZ Platz 4) ist ähnlich gehaltvoll wie Schoko-Sahnetorte. Die DSDZ Top 10 aus allen eingereichten Vorschlägen finden Sie hier. Gammelfleisch: Worte statt Taten Seit Jahren gibt es in Deutschland immer wieder Gammelfleischskandale. Auslöser sind unter anderem Schlachtabfälle, die zurück in die Nahrungskette gelangen. Doch statt alle Schlachtabfälle mit auffälliger Farbe markieren zu lassen, beschränkt sich die Bundesregierung auf leere Ankündigungen. Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) hat nun erneut erklärt, Fleischabfälle einfärben zu wollen – um sich im nächsten Atemzug auf Europa zurück zu ziehen: "Ein deutscher Alleingang“ mache "keinen Sinn“, sagte sie der Rheinischen Post. Wieder keine Taten also, sondern nur die vage Aussicht auf einen "Vorstoß“ auf EU-Ebene. Dabei hatte die schwarz-gelbe Regierung im Koalitionsvertrag noch versprochen: "Zur Vermeidung zukünftiger Gammelfleischskandale werden Schlachtabfälle (sogenanntes K-3-Material) eingefärbt.“ Von Europa war da keine Rede. In der Koalition hat dies bereits zu Ärger geführt, denn die FDP will – wie foodwatch – die Einfärbung zumindest in Deutschland zügig umsetzen. Fordern Sie Ministerin Aigner auf, ihren Worten endlich Taten folgen zu lassen – bei unserer Online-Mitmachaktion! Berliner fordern Ampel und Smiley-System Interessante Ergebnisse hat eine große Bürgerbefragung der Berliner Senatsverwaltung hervorgebracht. Dem "Verbrauchermonitor" zufolge glaubt jeder dritte Berliner nicht, dass die Angaben auf Lebensmittelverpackungen richtig sind. Eine klare Mehrheit (57 Prozent) ist für die Ampelkennzeichnung – und noch höher die Unterstützung für eine weitere foodwatch-Forderung: 78 Prozent der Berliner wünschen sich eine Veröffentlichung der Ergebnisse von Lebensmittelkontrollen – so, wie es Dänemark mit seinem "Smiley-System“ vormacht. Sind auch Sie für mehr Transparenz bei den amtlichen Kontrollen? Dann geben Sie uns Ihre Stimme bei der foodwatch-Online-Aktion! Klicken Sie sich rein! Mit herzlichem Dank für Ihre Unterstützung, Ihr foodwatch-Team P.S.: TV-Tipp: Im SWR-Fernsehen läuft heute (Mittwoch, 9.12.) um 20.15 Uhr ein Film zum Thema Lebensmittelallergien – mit dabei: Anne Markwardt von foodwatch.
|