Acrylamid Testergebnisse 2008
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Bio-Kartoffelchips am höchsten mit Acrylamid belastet - Pringles-Werte gesunken
17.07.2008
Hallo und guten Tag,
beim Grillen mit der Familie oder an Fernsehabenden mit großen Sportereignissen wie den Olympischen Spielen - der Sommer 2008 bietet genügend Anlässe für einen beherzten Griff in die Chipstüte. Aber Vorsicht: Viele Sorten des leckeren Knabberzeugs sind stark mit dem Krebsgift Acrylamid belastet. Das hat der foodwatch-Chipstest 2008 ergeben. Von 13 untersuchten Produkten weisen sechs höhere Werte auf als im Vorjahr, nur bei vier Sorten ist die Acrylamid-Belastung gesunken.
Acrylamid bildet sich beim Backen und Frittieren. Es verändert das Erbgut, erzeugt im Tierversuch Krebs und gilt als wahrscheinlich krebserregend für den Menschen. foodwatch testet seit 2003 Kartoffelchips regelmäßig auf die giftige Substanz. Am stärksten belastet sind im diesjährigen Test Bio-Chips der Marke Alströmer mit 1.000 Mikrogramm Acrylamid pro Kilogramm. Testsieger sind - wie im Vorjahr - die Rusti Chips Paprika des Discounters Lidl mit 89 Mikrogramm. Pringles Paprika, 2007 noch mit 1.600 Mikrogramm Acrylamid am höchsten belastet, weisen in diesem Jahr einen Wert von 490 Mikrogramm auf. Das ist eine deutliche Verbesserung. Dennoch bleibt der Marktführer weit hinter seinen Möglichkeiten zurück, wie die teils deutlich niedrigeren Werte anderer Produkte zeigen.
Seitdem foodwatch 2003 die ersten Acrylamid-Testergebnisse veröffentlicht hat, ist die Belastung der untersuchten Produkte im Schnitt um etwa die Hälfte gesunken. Das reicht aber nicht aus. Die Hersteller könnten weitaus ungefährlichere Produkte anbieten und schädigen mit unnötig hoch belasteter Ware weiter die Gesundheit der Verbraucher. Und die Politiker schauen untätig zu. foodwatch erneuert seine Forderung, den Acrylamid-Gehalt verpflichtend auf die Packung zu schreiben. Erst dann wird unter den Herstellern ein Wettbewerb um die niedrigste Acrylamid-Belastung einsetzen.
Ob Ihre Lieblingssorte hoch oder niedrig belastet ist, erfahren Sie auf der foodwatch-Internetseite. Die aktuellen Testergebnisse 2008 mit Produktfotos und Hintergrundinfos gibt es als PDF-Dokument zum Herunterladen.
MEDIENTIPP
Spiegel Online berichtet über die aktuellen Testergebnisse von foodwatch.
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