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Regierungswechsel

Was jetzt zu tun ist




Was jetzt zu tun ist

15.10.2005

Dieses Buch, erschienen direkt nach dem Wechsel der Bundesregierung im Oktober 2005, soll ein Pflichtenheft für die neue Regierung der großen Koalition sein. Vertreter verschiedener gesellschaftsrelevanter Fachgebiete sagen, was von den Politikern in Angriff genommen werden muss. Die Sammlung politischer Aufsätze enthält auch einen Beitrag von foodwatch darüber, wie Verbraucherpolitik (endlich) erfolgreich sein könnte.

 

Der Ullstein-Verlag beschreibt den Inhalt des Buches im Klappentext so: "Die neue Regierung kennt ihre Aufgaben. Das ist zwar immer so, doch diesmal wollen die Wähler wirklich Probleme bewältigt sehen. Dem neuen Bundestag und dem neuen Kabinett wird hiermit ein Pflichtenheft vorgelegt, das klar sagt, was zu tun ist.

Die Politik muss nun beweisen, ob sie Deutschland wieder auf Vordermann bringen kann. Die Beiträger aus Wirtschaft, Medien und Kultur machen fest, was umgehend von der Politik bewegt werden muss. Sie wollen, dass es besser geht und sie sagen, dass und wie es möglich ist. Mit Herz und Verstand, Mut und Zuversicht, mit Scharfsinn und Kompetenz rücken sie den brennenden Themen der Gegenwart zu Leibe. Inmitten der tatsächlichen oder herbei geredeten Misere wollen die Menschen jetzt konkrete Signale bekommen, wie und warum es besser gehen könnte."

Autoren: Roland Berger, Thilo Bode, Günter Grass, Hans-Olaf Henkel, Christoph Keese, Albrecht Müller, Horst Siebert, Michael Sommer, Götz W. Werner, Ulrich Wickert und andere.

Leseprobe: "Hauptgericht oder Sättigungsbeilage?" von Thilo Bode

"Es ist längst überfällig, die Ernährungspolitik vom Kopf auf die Füße zu stellen. Sie muss aus der Perspektive der Verbraucher gemacht werden. Sonst bleibt Sättigungsbeilage, was ein ganzes Menü zu sein hat. Regierung und Parlament müssen dafür sorgen, dass der Kunde erstens weiß (oder mindestens wissen kann), was auf seinen Teller kommt, und zweitens nichts aufgetischt bekommt, was er gar nicht will. Ausgerechnet beim Essen wird der Kunde jedoch, statt König sein zu dürfen, von Politik und Wirtschaft zum Narren gehalten. Zu allem Übefluss wird dabei auch noch seine Gesundheit gefährdet.

Unverständliche Kennzeichnungen, versteckte Zucker-, Farb- und Zusatzstoffe, verschleierte Pestizidrückstände in Ost und Gemüse oder der undeklarierte Einsatz von Genfutter gehören ebenso zu unserem Einkaufsalltag wie verlogene Landidyllen auf Milch- und Eierkartons oder Wurst- und Fleischverpackungen. Außerdem ist es Kunden beim Lebensmittelkauf heute kaum möglich festzustellen, ob ein billiges oder teures Angebot wirklich seinen Preis wert ist. (...)"

Was jetzt zu tun ist - Wie sich Deutschland ändern muss

Bernhard Suchy (Hrsg.)
Ullstein Buchverlage, Berlin 2005
150 Seiten
12,00 Euro