
Testergebnisse Cumarin |

02.12.2008
Beim ersten Cumarin-Test von foodwatch im Herbst 2006 waren die Ergebnisse erschreckend: Der Testverlierer enthielt fast das Vierzigfache der gesetzlich erlaubten Höchstmenge von 2 Milligramm des leberschädigenden und krebsverdächtigen Cumarins pro Kilogramm. Knapp die Hälfte der untersuchten Produkte enthielt mehr Cumarin als erlaubt, vor allem Zimtsterne waren belastet.
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Im zweiten Test Herbst 2007 sah die Situation schon anders aus: Für das getestete Weihnachtsgebäck konnte foodwatch Entwarnung geben. Nur eine Backmischung überschritt den Höchstwert deutlich, ein Bioprodukt lag ganz knapp darüber. Offensichtlich haben viele Hersteller die Kritik von foodwatch ernst genommen und ihre Rezepturen geändert, um die Belastung zu senken. Ein großer Erfolg für foodwatch und die Verbraucher.
Anders hingegen bei Frühstücksflocken: Produkte der Branchenriesen Dr. Oetker ("Vitalis Crunchies Zimt") und Nestlé ("Cini Minis") enthielten das Siebenfache der zugelassenen Höchstmenge von 2 Milligramm Cumarin pro Kilogramm. Auch das Dr. Oetker-Produkt "Milchreis-Apfel-Zimt" lag über dem gesetzlichen Grenzwert.
Bei Nachtests durch ein unabhängiges Labor im März 2008 stellt sich heraus, dass auch die Frühstücksflocken von Nestlé und Dr. Oetker inzwischen den Grenzwert einhalten. Hersteller Nestlé bestätigte gegenüber foodwatch, dass er die Rezeptur geändert hat. Nun hält sich auch der weltgrößte Lebensmittelkonzern an die Gesetze. Zwei getestete Proben des "Milchreis Apfel-Zimt" von Dr. Oetker liegen mit 2,3 beziehungsweise 2,7 Milligramm Cumarin pro Kilogramm im verzehrsfertigen Produkt aber weiter - wenn auch knapp - über dem gesetzlichen Grenzwert.
Nachtests zeigen, dass inzwischen auch das letzte Produkt aus dem foodwatch-Test unter dem Grenzwert von 2 Milligramm Cumarin pro Kilogramm liegt. Dr. Oetker hält nun den gesetzlichen Grenzwert auch mit seinem Produkt "Milchreis Apfel-Zimt" ein.
Weitere Informationen zum Thema |
2007: Cerealien von Dr. Oetker und Nestlé belastet
2006: Jedes zweite Zimtprodukt zu stark belastet