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Europa

Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit




Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit

11.09.2007

Die European Food Safety Authority (EFSA) berät die EU-Kommission. Ihre Arbeit wird kontrovers diskutiert. Sie sei nicht unabhängig, sondern einseitig mit industrienahen Wissenschaftlern besetzt.

 

Die wenigsten Bürger der Europäischen Union (EU) kennen die European Food Safety Authority (EFSA), geschweige denn Inhalte und politische Auswirkungen ihrer Arbeit. Die EFSA, die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit, wurde im Jahr 2002 von der EU mit Sitz in Parma (Italien) eingerichtet.

Unabhängige wissenschaftliche Quelle?

Gesetzliche Grundlage ist die Verordnung 178/2002, die Basisverordnung des europäischen Lebensmittelrechts. In dieser heißt es: "Die Behörde sollte eine unabhängige wissenschaftliche Quelle für Beratung, Information und Risikokommunikation zur Stärkung des Vertrauens der Verbraucher darstellen". Die EFSA gibt Stellungnahmen ab und berät die EU-Kommission. Sie soll mit entsprechenden Behörden wie dem deutschen Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zusammenarbeiten. Für konkrete Maßnahmen im Risikomanagement und die Durchführung von Lebensmittelkontrollen sind jedoch die EU-Mitgliedsstaaten zuständig.

Arbeit verbesserungswürdig

Gerade im Zusammenhang mit der Zulassung gentechnisch veränderter Pflanzen wird die Arbeit der EFSA kontrovers diskutiert. Sie sei nicht unabhängig, sondern einseitig mit industrienahen Wissenschaftlern besetzt. Umweltexperten fehlten. Inzwischen haben auch mehrere EU-Umweltminister die EFSA kritisiert. Und EU-Umwelt-Kommissar Stavros Dimas hat Anfang April 2007 öffentlich zugegeben, dass die Arbeit der EFSA verbesserungsfähig sei.