
Lebensmittelkontrollen |

26.10.2011
In Deutschland ist die Lebensmittelüberwachung Aufgabe der Bundesländer und Kommunen. Kontrolliert werden Betriebe, die Lebensmittel, Bedarfsgegenstände oder kosmetische Mittel herstellen, verarbeiten oder verkaufen. Die Kontrolleure entnehmen Proben, die sie zur Analyse in Labore geben.
Die Proben werden auf verschiedene Inhaltsstoffe, Keime und die Einhaltung gesetzlich festgelegter Höchstmengen untersucht. Überwacht wird auch, ob die Lebensmittel gemäß der Angaben des Anbieters zusammengesetzt sind und die Kennzeichnung korrekt ist. Die Informationen und Daten aus der Lebensmittelüberwachung übermitteln die Bundesländer an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Das BVL veröffentlicht diese Daten jährlich in einem Jahresbericht (zuletzt für 2010 vorgelegt) – ohne dabei die Namen der beanstandeten Betriebe oder Hersteller zu nennen.
Entsprechend wenig kann gegen Hygienesünder und Deklarationsbetrüger erreicht werden. Probleme mit der Hygiene gibt es vor allem in Kneipen und Restaurants. So wurde bei 27 Prozent der kontrollierten Kneipen verschmutzte Zapfanlagen und mangelnde Hygiene im Getränkelager kritisiert, ebenso bei 16 Prozent der Restaurants. Bei fast 20 Prozent der Kneipen wird ingesamt nicht oft und gründlich genug sauber gemacht. Welche Lokale betroffen sind, erfahren Verbraucher beim BVL aber nicht.
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Dabei könnte gerade die Bekanntgabe von Ross und Reiter helfen, die Situation für Verbraucher zu verbessern. Denn die Mängel-Quote ist beträchtlich: 2010 wurden 13,5 Prozent aller genommenen Proben beanstandet, bei Fleischprodukten sogar 18,9 Prozent – vor allem wegen Verstößen gegen die Hygienevorschriften. Einige Zahlen zur Lebensmittelüberwachung in Deutschland 2010 aus dem jüngsten Bericht des BVL:
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