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Radioaktivität

Die Strahlenbelastung von Lebensmitteln




Die Strahlenbelastung von Lebensmitteln

20.09.2011

Fassungslos und betroffen verfolgen Menschen weltweit die Nachrichten aus dem Katastrophengebiet in Japan. Die Explosionen im havarierten Atomkraftwerk Fukushima schüren Ängste auch hierzulande und werfen Fragen über die Sicherheit von Nahrungsmitteln auf. Die freigesetzte Radioaktivität birgt ein hohes Risiko für die Menschen im direkten Umfeld des Kraftwerks. In Deutschland gibt es derzeit dagegen keinen Grund zur Sorge über die Strahlenbelastung von Lebensmitteln.

 

Das ist das Problem: Die aktuellen Strahlen-Grenzwerte für radioaktiv belastete Lebensmittel in der EU und Japan sind so hoch angesetzt, dass sie eine hohe Zahl von Erkrankungen und Todesfällen tolerieren. Dabei besteht dafür keinerlei Notwendigkeit: Es sind ausreichend unbelastete Lebensmittel aus anderen als den von Tschernobyl und Fukushima betroffenen Regionen verfügbar.

Das ist der Stand: In anderen Ländern bestehen zum Teil wesentlich strengere Grenzwerte, so auch in den von Tschernobyl betroffenen Staaten Weißrussland und Ukraine. Die Folge dieser Politik: Lebensmittel, die dort nicht gehandelt werden dürfen, können ganz legal von EU-Staaten importiert und innerhalb Europas verkauft werden.

Das fordert foodwatch:
  • Die Grenzwerte für die Belastung von Nahrungsmitteln mit dem Radionuklid Cäsium müssen drastisch reduziert werden: Auf 8 Becquerel Cäsium pro Kilogramm für Säuglingsnahrung und Milchprodukte und auf 16 Becquerel Cäsium pro Kilogramm für alle anderen Nahrungsmittel.
  • Für die Belastung von Nahrungsmitteln mit radioaktivem Jod-131 muss die Null-Toleranz gelten.
  • Es muss ein einheitliches Grenzwertregime für den Normal- wie für den Katastrophenfall gelten.

 

Mitmachen: Für strengere Strahlen-Grenzwerte!

 

 

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