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Forderungen

Die Forderungen von foodwatch zu QS


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Hier die Forderungen, die sich für foodwatch aus den Recherchen zum QS-Prüfzeichen ergeben haben:

 
1. Die QS-GmbH muss die Aussagen und Werbemaßnahmen im Zusammenhang mit dem QS-Prüfzeichen der tatsächlichen Leistungsfähigkeit des Systems anpassen. Andernfalls betreibt sie Verbrauchertäuschung.

Der Handel und die QS-GmbH beziehungsweise die Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA) dürfen das QS-Zeichen und die Begriffe "Sicherheit" und "Qualität" nicht in Zusammenhang mit der Produktwerbung verwenden.

Aus allen Werbemaßnahmen muss klar hervorgehen, dass es sich bei dem QS-System um ein Zertifizierungssystem für Betriebe handelt, also um ein stufenübergreifendes Dokumentations- und Rückverfolgbarkeitssystem für den Vertriebs- und Herstellungsprozess in den Betrieben.

Die QS-GmbH muss offen und für alle Verbraucher zugänglich dokumentie­ren:

  • alle Lücken, die derzeit bei QS im Hinblick auf die geltenden Systemanforderungen (noch) bestehen (zum Beispiel Einzelfuttermittel, Auditierungen, Etikettierung von Rindfleisch);

  • QS-zertifizierte Betriebe, die in ir­gendeiner Weise in Futter- oder Lebensmittelskandale involviert sind sowie die seitens QS und der Be­triebe getroffenen Maßnahmen und Konsequenzen;

  • alle Unterschreitungen von Stan­dards, die entweder auf EU-Ebene oder in Deutschland bereits gelten, wie zum Beispiel die Verwendung von Speiseresten oder tierischen Fetten im Futter.

2. Das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) muss im Rahmen seiner Aufsichtspflicht für die Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA) konsequent dafür Sorge tragen, dass die Werbemaßnahmen der CMA die tatsächliche Leistungsfähigkeit des QS-Systems widerspiegeln.

Gleiches gilt für die Bundesanstalt für Ernährung und Landwirtschaft (BLE), die dem BMVEL untersteht und für die Einhaltung der Etikettierung von Rindfleisch zuständig ist. Die BLE muss konsequent Verstöße gegen ihre Auflagen ahnden.

Die Lebensmittelindustrie und insbe­sondere der Lebensmitteleinzelhandel müssen unterschiedliche Qualitäten von Produkten klar dokumentieren. Bei Le­bensmitteln betrifft das besonders die verschiedenen

  • Herstellungsprozesse (zum Beispiel bei Fleisch die Tierhaltung, Mastdauer, Schlachtung, bei Gemüse die Verwendung von Spritzmit­teln, Konservierungsstoffen);

  • Produkteigenschaften (bei Fleisch die Tierrasse, -fütterung; bei Obst und Gemüse die Sorte, Erntezeit­punkt, Lagerung).

  • Diese unterschiedlichen Qualitäten müssen transparent und bildhaft be­schrieben werden, so dass die Verbraucher unterschiedliche Preise unterschiedlichen Qualitäten zuordnen können.


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