Welche Rolle spielt Wal-Mart bei QS?
Im September 2002 nahm Wal-Mart Deutschland als erster nationaler
Anbieter QS-Fleisch ins Regal. In den mehr als 90 deutschen
Wal-Mart-Filialen wurde in den Fleischabteilungen großflächig mit dem
QS-Siegel geworben.
"Das QS-Prüfzeichen steht für ein umfassendes Qualitätssicherungs-
und Kontrollsystem für Fleisch in Ihrem Wal-Mart" pries der
Handelskonzern QS an. Zur Einführung versprach Wal-Mart seinen Kunden
"noch mehr Transparenz und aktiven Verbraucherschutz garantieren zu
können" und ausdrücklich den "Einsatz streng geprüfter Futtermittel".
Auf welch tönernen Füßen dieses Versprechen steht, zeigte sich
bereits im Frühjahr 2003, als Dioxin-kontaminierte Futtermittel auch an
QS-zertifizierte Betriebe gingen. Für foodwatch bleibt nur der Schluss:
"Wal-Mart täuscht die Verbraucher mit dem QS-Zeichen."
In einer Stellungnahme, wie die Garantieversprechen von Wal-Mart
eingelöst werden, teilte Wal-Mart foodwatch mit, dass "als Hüter und
Initiator" die QS-GmbH "der richtige Ansprechpartner ist". Zwei
Gesprächsangebote von foodwatch wurden zunächst abgelehnt. Erst nachdem
foodwatch in die Öffentlichkeit gegangen war, zeigte man sich gewillt
zu einem Treffen. Der Termin stand schon fest, da folgte die Ausladung.
Weil foodwatch QS und Wal-Mart weiterhin kritisierte, unter anderem in
einem Rundschreiben an verbraucherpolitisch interessierte Bürger,
wollte der Konzern nicht mehr mit foodwatch sprechen. Es versteht sich
von selbst: Wal-Mart wirbt natürlich weiterhin unverändert mit QS. Zur
Anschauung, wie der Lebensmittelhandel mit Kritik umgeht, dokumentieren
wir das Antwortschreiben von Wal-Mart.
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