Kopfnavigation überspringen
Kopfnavigation und Hauptnavigation überspringen
Zurück zur Startseite foodwatch - die essensretter
Jetzt suchen!

Jetzt Förderer werden! Newsletter bestellen

Nahrungsmittel-Spekulation

Die Hungermacher im globalen Rohstoff-Kasino




Die Hungermacher im globalen Rohstoff-Kasino

18.10.2011

Nach dem Platzen der „Dotcom-Blase“ liegt die Spekulation mit Rohstoffen wie Mais oder Weizen voll im Trend. Mit ihren Wetten treiben Banken die Preise für Nahrungsmittel in die Höhe und machen sich mitschuldig am Hunger in der Welt. Die globale Rohstoff-Zockerei muss gestoppt werden!

 
Das ist das Problem:

Wird Essen teurer, entsteht Hunger. Finanzmarktspekulationen mit Nahrungsmitteln sind daher unverantwortlich: Durch Wetten auf die Preisentwicklung von Agrar-Rohstoffen wie Mais oder Weizen treiben Investmentbanken die Preise für Nahrungsmittel in die Höhe. Sie sind mitschuldig an der Hungerkrise der Welt. Ein Problem, das uns alle angeht: Für die Zockerei im globalen Rohstoff-Kasino setzen Banken Geld ein, das wir in Lebensversicherungen oder Pensionsfonds investieren. Die Zusammenhänge hat foodwatch in dem Report „Die Hungermacher – Wie Deutsche Bank, Goldman Sachs & Co. auf Kosten der Ärmsten mit Nahrung spekulieren“ aufgezeigt.

Das ist der Stand:

Die internationale Politik schaut dem Treiben der Investmentbanken hilflos zu. Es gibt bislang keine effektive Regulierung der Spekulation mit Nahrungsmitteln. Die Banken haben alles Interesse daran, den Status quo zu erhalten: Sie profitieren durch Gebühren immer und ohne jedes Risiko von der Spekulation mit Nahrung, unabhängig davon, wie sich die Preise entwickeln und ob ihre Kunden mit den Papieren Gewinn oder Verlust machen. Das Risiko tragen die Anleger – und die Ärmsten der Armen, wenn sie sich angesichts der Preissprünge Lebensmittel nicht mehr leisten können.

Das fordert foodwatch:

foodwatch hat die europäische Politik aufgefordert, folgende Regulierungsmaßnahmen durchzusetzen:

  • Wirksame Positionslimits: Der rein spekulative Handel mit Rohstoff-Futures muss begrenzt werden.
  • Institutionelle Anleger wie Versicherungen müssen vom Rohstoffgeschäft ausgeschlossen werden.
  • Publikumsfonds und Zertifikate für Rohstoffe müssen verboten werden.

Mit einer E-Mail-Aktion richtet sich foodwatch außerdem an Josef Ackermann, der als Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank nicht nur Chef einer der größten Investmentbanken der Welt ist, sondern dem als Präsident des Weltbankenverbandes IIF und damit obersten Lobbyist der Finanzwirtschaft eine zentrale Rolle zukommt. Unsere Forderungen: Die Deutsche Bank soll mit gutem Beispiel voran gehen und aus der Spekulation mit Nahrungsmitteln aussteigen. Und die Bankenlobby soll sich effektiver staatlicher Regulierung nicht länger widersetzen, sondern aktiv Regulierungen unterstützen, um den schädlichen Einfluss von Nahrungsmittelspekulationen zu verhindern. Unterzeichnen Sie jetzt!

E-Mail-Aktion
E-Mail-Aktion an Josef Ackermann: Speuklation mit Nahrungsmitteln stoppen!

 

HÄNDE WEG VOM ACKER, MANN – für den Stopp von Nahrungsmittel-Spekulation: Unterzeichnen Sie jetzt unsere E-Mail-Aktion an Josef Ackermann!

 

Weitere Informationen zum Thema

Spekulieren auf Kosten der Ärmsten Spekulieren auf Kosten der Ärmsten
Die Spekulation mit Agrar-Rohstoffen treibt Nahrungsmittelpreise in die Höhe. Investmentbanken wie die Deutsche Bank und Goldman Sachs sowie Versicherungen und Pensionsfonds machen sich dadurch mitschuldig an Hungersnöten in den ärmsten Ländern der Welt. Sie investieren Geld, das Menschen für ihre Altervorsorge sparen oder für gemeinnützige Zwecke stiften, in Wetten auf die Preise für Mais, Weizen und andere Nahrungsmittel. Zu diesen Ergebnissen kommt der Report „Die Hungermacher“. mehr »

  • Nachrichten zum Thema Lebensmittel-Spekulation
    Die Kritik an der Spekulation mit Nahrungsmitteln, die Preise in die Höhe und Menschen in den Hunger treibt, zeigt Wirkung: Die Fondsgesellschaft der Sparkassen, die DekaBank, will aus den Geschäften aussteigen. Die Deutsche Bank prüft die Auswirkungen der Spekulation. mehr »


84 Prozent lehnen Spekulation mit Lebensmitteln ab 84 Prozent lehnen Spekulation mit Lebensmitteln ab
Dass Deutsche Bank und Co. mit Agrar-Rohstoffen spekulieren, halten 84 Prozent der Bundesbürger für „nicht akzeptabel“. 66 Prozent erwarten, dass Banken aus diesen Geschäften aussteigen. So das Ergebnis einer repräsentativen Forsa-Umfrage. Gegenüber foodwatch erklärte die Deutsche Bank, der Vorstand wolle bis Ende Januar über den Ausstieg entscheiden. mehr »

  • Instrumente gegen Rohstoff-Spekulation
    Bisher sieht die Politik der Zockerei im globalen Rohstoff-Kasino weitgehend unentschlossen zu – dabei gibt es durchaus Instrumente, regulierend in die Spekulation mit Rohstoffen einzugreifen.     mehr »