foodwatchfoodwatch - die essensretter

Nordrhein-Westfalen

Die Uranbelastung des Trinkwassers in Nordrhein-Westfalen



04.08.2008

Uranbelastung des Trinkwassers

Aus Nordrhein-Westfalen liegen foodwatch lediglich 27 Einzeldaten aus 15 Wasserwerken in 14 0rten bzw. Gemeinden vor. Die Daten über die Belastung mit Radionukliden stammen ebenso wie die niedersächsischen Werte aus einer Untersuchung des Bundesamtes für Strahlenschutz und wurden von foodwatch in Urankonzentration umgerechnet. Nach Auskunft des zuständigen Nordrhein-Westfälischen Ministeriums für Umwelt, Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz liegen dem Ministerium angeblich keine weiteren Werte vor.

Dokumente & Links

Von den übermittelten 27 Einzelwerten liegen 23 Werte im Bereich bis einschließlich 2 Mikrogramm Uran pro Liter. Vier Werte liegen über 2 Mikrogramm, wobei der höchste Wert mit 5,3 Mikrogramm in Nideggen im Kreis Düren gemessen wurde. Über die tatsächliche Belastung des Trinkwassers in Nordrhein-Westfalen mit Uran lassen sich auf Grund der wenigen übermittelten Daten kaum weitere Rückschlüsse ziehen.

Kommunikationsverhalten

Das in Nordrhein-Westfalen zuständige Ministerium für Umwelt, Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz übermittelte die wenigen Daten nach einer telefonischen Anfrage innerhalb von drei Tagen. Eine Anfrage vom 7. März 2008 an das dem Ministerium unterstellte Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Verbraucherschutz nach umfassenden Daten nach Umweltinformationsgesetz wurde am 4. April telefonisch mit der Auskunft beantwortet, dass keine weiteren Daten vorlägen. Eine Abfrage weiterer Daten bei den einzelnen Kreisgesundheitsämtern wäre nicht zumutbar.

Gebühren

Nordrhein-Westfalen hat für die Daten zur Uranbelastung des Trinkwassers keine Gebühren in Rechnung gestellt.

Stand

Die Daten aus Nordrhein-Westfalen hat das Ministerium foodwatch am 07.03.2008 geliefert. Die foodwatch-Recherche hat bei den Behörden zum Teil Aufmerksamkeit erregt und kann bereits zu Reaktionen geführt haben. Es ist deshalb möglich, dass sich einige Werte zwischenzeitlich durch den Einbau von Filtern, die Abschaltung von Brunnen oder andere Maßnahmen gesenkt haben.