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Sachsen-Anhalt

Urangehalt von Trinkwasser in Sachsen-Anhalt




26.11.2009

Dokumente & Links

Das Ministerium für Gesundheit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt übermittelte foodwatch auf Nachfrage alle vorliegenden Daten zur Uranbelastung des Trinkwassers, insgesamt 69 Messwerte – allerdings mit der Einschränkung, man erhebe "unter Hinweis auf die nicht vorhandene Berichtspflicht keinen Anspruch auf Vollständigkeit“.

Acht Messwerte liegen über dem (unverbindlichen) behördlichen Leitwert von 10 Mikrogramm, 19 zwischen 2 und 10 Mikrogramm. Damit enthalten insgesamt 39 Prozent der Proben (27 Werte) mehr als 2 Mikrogramm Uran pro Liter – in Flaschen abgefüllt, dürfte so hoch belastetes Wasser nicht mit dem Hinweis "geeignet zur Zubereitung von Säuglingsnahrung" verkauft werden.

16,8 bis 23 Mikrogramm in Crauschwitz im Burgenlandkreis

Belastungen über 10 Mikrogramm finden sich im Saalekreis und vor allem im Burgenlandkreis. Der höchste übermittelte Wert von 23 Mikrogramm Uran pro Liter stammt aus der Trinkwasserversorgungsanlage Crauschwitz im Burgenlandkreis und wurde im November 2008 gemessen. Auch aus Possenhain, Bucha, Löbitz und Mücheln liegen foodwatch Messdaten oberhalb von 10 Mikrogramm vor. Nach Auskunft der zuständigen Gesundheitsämter wird das Wasser weder gefiltert noch gemischt, um den Urangehalt zu senken, sondern in allen Fällen direkt an die Bevölkerung abgegeben. In anderen Gemeinden mischen die Wasserversorger das hoch belastete Wasser zumindest mit schwächer uranhaltigem.

Mansfeld-Südharz plant Einsatz von Filtern

Nachdem im Jahr 2008 für den Landkreis Mansfeld-Südharz eine durchgängig hohe Belastung mit Werten über 10 Mikrogramm pro Liter übermittelt wurde, fragte foodwatch dort 2009 nach. Die Antwort: Der Trinkwasserzweckverband (TZV) habe im Januar 2009 beim Land Sachsen-Anhalt einen Fördermittelantrag zur Installation von mehreren Filtrationsanlagen gestellt. Der Einbau der Anlagen solle erfolgen, wenn die Zustimmung des Landes vorliegt. An die Bevölkerung werde Mischwasser abgegeben. Ob dadurch der Urangehalt auf Werte unter 10 Mikrogramm sinkt, geht aus den gelieferten Daten nicht hervor.


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Stand 2008

Im Jahr 2008 hatte das zuständige Ministerium foodwatch 270 Messwerte übermittelt. Die Daten wurden in den Jahren 2004 bis 2006 erhoben. Mehr als 20 Werte lagen zwischen 2 und 10 Mikrogramm, knapp 30 Werte lagen über 10 Mikrogramm Uran pro Liter. Eine durchgängig hohe Belastung mit Werten über 10 fand sich bis auf wenige Ausnahmen im Landkreis Mansfeld-Südharz. Hier wurden sogar Werte über 20 Mikrogramm gemessen. Auch im Burgenlandkreis lagen viele Werte über 10 Mikrogramm Uran pro Liter.


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