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Ab heute gilt Grenzwert für Uran im Trinkwasser![]() 01.11.2011
Deutschland ist damit das erste Land innerhalb der Europäischen Union, in dem ein Grenzwert für den Gehalt des giftigen Schwermetalls Uran im Leitungswasser gilt. Von der ersten Ankündigung bis zum In-Kraft-Treten hat es allerdings mehr als drei Jahre gedauert: Bereits im August 2008 hatte die Bundesregierung einen Grenzwert angekündigt, nachdem foodwatch teilweise bedenklich hohe Urangehalte in Trinkwasser veröffentlicht hatte. 10 Mikrogramm-Grenzwert schützt Säuglinge nichtDie Freude über den neuen Grenzwert ist jedoch getrübt, denn der Wert von 10 Mikrogramm pro Liter bietet Säuglingen und Kleinkindern keinen sicheren Schutz. Das zeigt eine wissenschaftliche Expertise der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA. Die Studie kommt zu dem Schluss: Auch bei Uranwerten von deutlich unter 10 Mikrogramm sind vor allem für Säuglinge und Kleinkinder Gesundheitsrisiken wie schwere Nierenschädigungen nicht auszuschließen. Die Bundesregierung ignoriert diese Einschätzung der EFSA, die von deutschen Behörden eigens in Auftrag gegeben wurde – und verletzt damit ihre gesundheitliche Fürsorgepflicht gegenüber den Bürgern. Kein Grenzwert für MineralwasserFür Mineralwasser gibt es immer noch keinen allgemeingültigen Grenzwert für Uran. Nur Wasser, das als „geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung" beworben wird, darf nicht mehr als 2 Mikrogramm Uran pro Liter enthalten. Mineralwässer mit deutlich erhöhtem Urangehalt kommen aber in den Handel, das hat ein foodwatch-Test gezeigt – nicht einmal eine Kennzeichnung ist vorgeschrieben. Unterstützen Sie deshalb jetzt unsere E-Mail-Aktion und fordern Sie sichere Grenzwerte!
E-Mail-Aktion: Fordern Sie sichere Grenzwerte für Uran im Wasser!Schreiben Sie jetzt an die Bundesregierung und fordern Sie sichere Uran-Grenzwerte für Mineral- und Trinkwasser!
Uran-Werte im Trinkwasser (Stand Herbst 2009)Zum letzten Mal hatte foodwatch im Herbst 2009 Tausende Messwerte für den Urangehalt des Trinkwassers in Deutschland veröffentlicht. Diese Recherchen belegten, dass vor allem Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz teilweise Trinkwasser mit mehr als 10 Mikrogramm Uran pro Liter aus dem Hahn floss. (Die Werte geben den Stand von 2009 wieder.)
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