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Lebensmittelwirtschaft

Wirtschaftsmacht Lebensmittel



Wirtschaftsmacht Lebensmittel

17.12.2008

Der deutsche Lebensmittelmarkt befindet sich in einer Umbruchphase. Einer stagnierenden Bevölkerungszahl steht ein wachsendes Angebot an Verkaufsfläche gegenüber.

 

Von der starken Konkurrenz profitieren in erster Linie die Discounter, deren Marktanteile inzwischen bei über 40 Prozent liegen. Der Trend zu großen Vertriebseinheiten und riesigen Shopping-Zentren außerhalb der Innenstädte hat vielen traditionellen städtischen Einkaufsstraßen mit kleinteiliger Einzelhandelsstruktur den Garaus gemacht.

Immer mehr Fertigprodukte

Auch soziokulturelle und demografische Entwicklungen tragen zu einer Veränderung des Einkaufsverhaltens bei. Mehr Ein-Personen-Haushalte und weniger Haushalte mit Kindern sowie die wachsende Belastung vieler Berufstätiger lassen die regelmäßig am eigenen Herd zubereitete Mahlzeit zu einem Auslaufmodell werden. Davon profitieren nicht nur Fast-Food-Ketten: Im Lebensmittelhandel findet man immer mehr Fertig- und Halbfertigprodukte, die unter den neuen Namen „Chilled Food“ oder „Frozen Food“ vermarktet werden.

Lebensmittelindustrie und Lobbyverbände

Ebenso zugkräftige Labels sind „bio“ oder „light“ und Lebensmittel mit angeblich gesundheitlichem Zusatznutzen, so genanntes "Functional Food“, welches von der  Lebensmittelindustrie teilweise aggressiv beworben wird. Große Handels- und Lebensmittelkonzerne und ihre Lobbyverbände - allen voran die Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie (BVE), der Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e.V. (BLL) und der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) - beeinflussen zunehmend, was wir kaufen, wo wir kaufen und wie wir kaufen.

 

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