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Fragen und Antworten

Warum müssen Tiere nicht ihr ganzes Leben lang gentechnikfrei gefüttert werden?



29.01.2008

Es gibt genaue Vorschriften für die Mindestdauer einer Fütterung ohne Gentechnik, die in einem eigenen Anhang des Gesetzes aufgeführt sind. Abhängig von der Tierrasse müssen die Tiere unterschiedlich lange gentechnikfrei gefüttert worden sein, damit das Fleisch, die Milch oder Eier als "Ohne Gentechnik" gekennzeichnet werden dürfen (siehe Frage 2).

Den Hintergrund dieser Regelung kann foodwatch derzeit nur vermuten: Einerseits könnte es darum gehen, Landwirten die Umstellung in der laufenden Haltung möglich zu machen. Andererseits könnte das Ziel sein, den Mästern die Anwendung der Kennzeichnung zu erleichtern. Viele Mastbetriebe erwerben Tiere von spezialisierten Züchtern oder Zwischenmästern. Durch diese Regelung müssten sie nur dafür garantieren, dass die Tiere während der Mästung bei ihnen ohne Gentechnik gefüttert werden. Nicht jedoch dafür, dass bereits zuvor im Zuchtbetrieb auf gentechnisch veränderte Futtermittel verzichtet wurde, was für den Mäster eventuell schwer nachprüfbar wäre.

Entscheidend ist jedoch, dass die Tiere den größten Teil ihres Lebens Futter ohne Gentechnik bekommen müssen. So müssen Schweine in den letzten vier Monaten gentechnikfrei gefüttert werden, damit ihr Fleisch "Ohne Gentechnik" gekennzeichnet werden kann. In der Regel werden Schweine sechs Monate nach ihrer Geburt geschlachtet. In der Mastperiode - den letzten vier Monaten - wird die größte Menge an Futtermitteln eingesetzt.