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Keine Wahlfreiheit bei Gentechnik![]() 19.04.2007 Über den Einsatz gentechnisch veränderter Sorten wie zum Beispiel Raps in der Landwirtschaft und in der Nahrungskette wird vielseitig diskutiert. Nutzpflanzen sollen durch gentechnologische Veränderungen etwa widerstandsfähiger gegen Schädlinge und Krankheiten werden. Diese sogenannte Agro-Gentechnik ist jedoch umstritten. Kritiker befürchten Schäden für die menschliche Gesundheit, unkalkulierbare Folgen für die Natur, die Verlagerung der Eigentumsrechte beim Saatgut in die Hände weniger Konzerne und das Ende der Wahlfreiheit für die Verbraucher. Fleisch, Milch und Eier nicht gekennzeichnetGentechnisch veränderte Lebens- und Futtermittel müssen in der Europäischen Union (EU) seit dem 18.04.2004 gekennzeichnet werden. Und zwar dann, wenn auf einer Herstellungsstufe Material von gentechnisch veränderten Pflanzen eingesetzt wurde, das einen Anteil von 0,9 Prozent übersteigt. Das gilt jedoch nicht für tierische Produkte wie Fleisch, Milch oder Eier, die mit Hilfe von Gentechnik-Futtermitteln für die Tiere hergestellt wurden. Dabei gehen weltweit etwa 80 Prozent aller gentechnisch veränderten Pflanzen als Futtermittel in die Mägen von landwirtschaftlichen Nutztieren. Ohne dass die Verbraucher beim Einkauf von Butter oder Milch etwas davon erfahren. foodwatch fordert echte und langfristige WahlfreiheitBisher werden Verbraucher durch diese Kennzeichnungslücke bei tierischen Produkten unwissentlich zu Zwangsunterstützern einer gesellschaftlich umstrittenen Technologie gemacht, die sie vielleicht ablehnen. foodwatch will, dass Verbraucher selbst entscheiden können, ob sie beim Lebensmittelkauf Agro-Gentechnik unterstützen wollen oder nicht. Der Konsens zwischen Gentechnik-Befürwortern und -Gegnern muss lauten: Die Bürger müssen – dauerhaft und umfassend – echte Wahlfreiheit in Bezug auf den Einsatz von gentechnisch veränderten Sorten in Landwirtschaft und Ernährung haben. Sie müssen selbst entscheiden können, ob sie mit Hilfe von Gentechnik erzeugte Lebensmittel kaufen wollen oder nicht.
Mit Gentechnik gegen Hunger und Armut?Allen Bedenken und kritischen Stimmen zum Trotz: Die Gentechnik-Industrie will ihr Vorzeigeprodukt, den sogenannten „Golden Rice“, auf den Markt bringen. Der gentechnisch veränderte Reis soll den Vitamin-A-Mangel in armen Ländern bekämpfen. Doch ein foodwatch-Report zeigt: Seriöse Studien fehlen, Risiken werden ignoriert. mehr »
Kennzeichnungslücke bei Fleisch, Milch und EiernSelbst wenn eine Kuh ihr ganzes Leben lang Gen-Soja gefressen hat, erfahren Verbraucher beim Kauf von Milch und Fleisch nichts davon. Denn für tierische Lebensmittel gibt es keine Kennzeichnungspflicht. mehr »
Siegel der Bundesregierung nur ein erster SchrittBundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) hat heute ein offizielles Siegel für die "Ohne Gentechnik"-Kennzeichnung von Lebensmitteln vorgestellt. Ein erster richtiger Schritt – doch eine große Kennzeichnungslücke bleibt: Wurden Tiere mit transgenen Futterpflanzen gefüttert, muss dies bei Tierprodukten wie Milch oder Fleisch weiterhin nicht gekennzeichnet werden. mehr »
Gentechnikfreie Landwirtschaft - bald Vergangenheit?In Europa setzt die Politik auf das Prinzip der Koexistenz: das Nebeneinander von Ackerbau mit gentechnisch veränderten Pflanzen und von herkömmlicher Landwirtschaft. mehr »
Europäischer Gerichtshof stärkt VerbraucherrechteWenn Bienen Felder mit gentechnisch veränderten Pflanzen anfliegen, landet deren Pollen auch im Honig. Der Verbraucher erfährt davon bisher nichts. Das heutige Urteil des Europäischen Gerichtshofs stärkt nun den Anspruch der Verbraucher auf Wahlfreiheit: Künftig muss eine Kennzeichnung darüber informieren, ob ein Honig genetisch veränderte Pollen enthält. mehr »
Mehr Lebensmittel "ohne Gentechnik"Die von Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer angekündigte Neuregelung des Gentechnikrechts ist eine gute Nachricht. Zukünftig wird es mehr Lebensmittel mit der Kennzeichnung "ohne Gentechnik" geben. mehr »
Aktion zur Rettung gentechnikfreien SaatgutesWahlfreiheit in Sachen Gentechnik fängt beim Saatgut an. Deshalb unterstützt foodwatch Aktionen der Initiative "Save our Seeds", die sich für gentechnikfreies Saatgut einsetzt. mehr » Die Patentierbarkeit von Leben steht in Europa auf dem Prüfstand. Erst im Juli wurde am Europäischen Patentamt über ein bereits vergebenes „Brokkoli-Patent“ neu verhandelt, nachdem verschiedene Verbände dagegen geklagt hatten. foodwatch sprach mit dem Gentechnik-Spezialisten Christoph Then über Folgen und Risiken von Patenten auf Pflanzen und Tiere. mehr »
Resonanz in den MedienAusgewählte Berichte zur Mitmach-Aktion Burgerbewegung und zu den Forderungen von foodwatch beim Thema Gentechnik. mehr » |
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