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Positivbeispiel

Wie gehen die Briten mit den Schnellwarnungen um?




Wie gehen die Briten mit den Schnellwarnungen um?

07.06.2006

In Großbritannien werden die EU-Lebensmittelwarnungen wie in Dänemark und demnächst auch den Niederlanden umfassend im Internet veröffentlicht.

 

Täglich aktuell stehen die Schnellwarnungen der Europäischen Union (EU) in anderen Staaten im Internet, inklusive der Namen der betroffenen Hersteller und Produkte. Damit sich jeder vor möglichen Gefahren in Kühlschrank oder Ladenregal schützen kann. Das verbessert die Marktposition aller Bürger. Das macht das Risikomanagement von Wirtschaft und Behörden transparenter. Das unterstützt den Wettbewerb um mehr Qualität im gesamten Lebensmittelsektor. Und es ist unbürokratisch, fair und für jedermann verständlich.

Detaillierte Informationen über Produkte, Firmen und Maßnahmen

Die für die EU-Schnellwarnmeldungen zuständige Behörde in Großbritannien ist die "Food Standards Agency" (FSA). Die FSA informiert auf ihrer Internetseite umfassend über von Lebensmitteln ausgehende Gefahren. Detailliert schildert die FSA das aufgetretene Problem, Maßnahmen der Behörde selbst sowie Anweisungen an die zuständigen Behörden vor Ort. Rückrufnotizen sowie Stellungnahmen der betroffenen Firmen sowie Fotos der Produkte werden veröffentlicht. Jedermann kann sich die aktuellen Warnungen zudem per E-Mail oder SMS zuschicken lassen. foodwatch hat zwei von der FSA auf ihrer Internetseite veröffentlichte Lebensmittelwarnungen ins Deutsche übersetzt und gibt sie beispielhaft wieder (siehe unten).

FSA-Erläuterung zu "Food Alerts"

Die FSA erläutert ihren Umgang mit dem EU-Schnellwarnsystem so: "In Form der "Food Alerts“ (Lebensmittelwarnungen) informiert die FSA lokale Behörden und Verbraucher über Probleme, die im Zusammenhang mit Lebensmitteln auftreten. Die FSA informiert in einigen Fällen detailliert über durchzuführende Maßnahmen. (...) Oft werden die Food Alerts im Zusammenhang mit einem vom Hersteller oder vom Handel veranlassten Produktrückruf herausgegeben. Da die FSA Offenheit auch rückwirkend sicherstellen möchte, archivieren wir die zurückliegenden Food Alerts. Sie können darauf über die Suchfunktion am Ende der Seite zugreifen. In vielen Fällen sind die darin genannten Lebensmittel-Probleme behoben worden.“

Offenheit führt zu Vertrauen

Dieses offene Informationsverhalten der FSA - selbst Mitschnitte von FSA-Meetings können Interessierte sich als Audio-Dateien zuschicken lassen - führt zu einer überdurchschnittlich hohen Akzeptanz der Behörde in der Bevölkerung. Die FSA ist 75 Prozent aller Briten bekannt. 60 Prozent dieser Bürger vertrauen der Fähigkeit der FSA, ihre Gesundheit in Bezug auf Lebensmittelsicherheit zu schützen und 45 Prozent halten sie für eine vertrauenswürdige Organisation.

 

Beispielhafte Lebensmittelwarnungen der FSA

  • Mangelnde Hygiene bei Fleischproduktion
    Lebensmittelkontrolleure entdeckten Verstöße gegen Hygienevorschriften bei einem Hersteller von Kebab-Produkten. Die britische Food Standards Agency (FSA) veröffentlichte eine Warnmeldung und forderte die örtliche Behörden auf, die Produkte aus dem Verkehr zu ziehen. mehr »