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Die Ergebnisse der IÖW-Studie "Schnitzelpreis"


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Müssten die Erzeuger von konventionellem Fleisch die wahren Umweltkosten (rund 45 Cent pro Kilo Fleisch) bezahlen, so würde sich die Differenz der Gesamtproduktionskosten im Vergleich zum Ökofleisch von 83 auf 38 Cent verringern (von 58 auf 20 Prozent). Statt 1,43 Euro/kg müsste der konventionell wirtschaftende Landwirt 1,90 Euro/kg verlangen. Die Umweltkosten der ökologischen Erzeugung sind weitaus geringer: Der Ökolandwirt müsste statt 2,26 Euro/kg dann 2,28 Euro/kg verlangen.

Die enorme Differenz von fast 90 Prozent beim Endverkaufspreis kommt vornehmlich durch die hohen Vermarktungskosten für Ökofleisch zustande. Die Mengen des gehandelten Öko-Fleisches sind klein (der Marktanteil beträgt nur 0,5 Prozent). 61.000 Öko-Schweinen stehen 10,5 Millionen Mastschweine gegenüber. Ökofleisch ist ein Nischenprodukt innerhalb des hochgradig rationalisierten Systems heutiger Schweinefleischproduktion. Deshalb sind die Vertriebskosten und die damit verbundenen Investitionen für gesonderten Transport, Schlachtung, Zerlegung und anschließende Verteilung von Ökofleisch in die Läden relativ hoch. Das senkt gleichzeitig die Nachfrage. Hohe Vertriebskosten und geringe Nachfrage bedingen sich gegenseitig.

Im Vergleich zu konventionellem Schweinefleisch fallen für ein Kilo ökologisch erzeugtes Schweinefleisch an:

  • 0,14 Euro höhere Kosten bis zum Schlachthof
  • 0,06 Euro höhere Schlachtkosten
  • 4,00 Euro höhere Kosten für den gesamten Vertrieb bis zur Ladentheke, sowie
  • bis zu 50 Prozent nicht als Ökofleisch verkäufliches „Verarbeitungsfleisch“.

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