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Kinderlebensmittel

Rote Zucker-Ampel für viele Kinderprodukte


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"Vollkorn-Garantie" für Zuckerbomben

Obwohl es sich also im Grundsatz um Süßigkeiten handelt, wollen die Hersteller ihre stark zuckerhaltigen Frühstücksprodukte als wertvollen Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung erscheinen lassen. Zum Beispiel, indem Nestlé auf den Cini Minis auf einen Anteil von 31 Prozent Vollkorn hinweist und gleichzeitig in großen Lettern und mit einem eigenen Siegel eine "Nestlé Cerealien Vollkorn Garantie" abgibt: Mindestens 30 Prozent Vollkorn würde in allen Nestlé-Cerealien stecken.

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Um den Gesundheitsanspruch der Süßigkeiten weiter zu unterstreichen, werden auf der Verpackung allgemeine Ernährungs-Statements abgedruckt. Nestlé schreibt zum Beispiel im Zusammenhang mit seiner Vollkorn-Garantie: "Es wird immer wieder betont, auf die gesunde Ernährung der ganzen Familie zu achten. Um Ihnen dabei zu helfen, stellt Nestlé alle seine Cerealien aus bestem Vollkorngetreide her. So bekommt Ihre Familie alle Vorteile von Vollkorn und kann gleichzeitig den gewohnt leckeren Geschmack genießen." Nestlé als edler Helfer, der durch die Hintertür aber einen Sack Zucker mitbringt.

GDA-Kennzeichnung warnt nicht vor hohem Zuckergehalt

Die Initiative "Ausgezeichnet informiert" wirbt dafür, die Nährwerte auf Basis einer empfohlenen Tageszufuhr zu kennzeichnen, die aber wissenschaftlich umstritten ist. Bei diesem sogenannten GDA-System (GDA = guideline daily amount) werden lediglich Zahlen und Prozente angegeben. Eine farbliche Einordnung, bezogen auf eine einheitliche Menge von 100 Gramm oder Milliliter, lehnt die Lebensmittelindustrie strikt ab. Die Gegenüberstellung von foodwatch zeigt jedoch, dass die GDA-Angaben kaum die ernährungsphysiologische Wertigkeit eines Lebensmittels widerspiegeln. In punkto Fett zum Beispiel zeigen auch gelb "geampelte" Produkte nur GDA-Werte im unteren einstelligen Prozent-Bereich. "Cini Minis" von Nestlé bestehen beispielsweise zu fast 10 Prozent aus Fett. Die GDA-Angabe zeigt aber nur einen Wert von 4 Prozent und signalisiert damit: kein Problem. Selbst die hohen Zuckerwerte kommen in der GDA-Bewertung vergleichsweise harmlos weg und ziehen meist nur Werte im einstelligen Prozentbereich nach sich.

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