
Alkopops verändern das Trinkverhalten
30.05.2005
Eine deutsche Studie zu Alkopops hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) 2004 vom Forsa-Institut durchführen lassen. Aus dem Bericht "Die Drogenaffinität Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland" lässt sich die Situation so zusammenfassen:
- Der regelmäßige Konsum von alkoholischen Mixgetränken hat sich innerhalb von drei Jahren verdoppelt.
- Bereits ein Viertel der Zwölf- bis 15-Jährigen geben an, ein- oder mehrmals im Monat Alkopops getrunken zu haben.
- Anfang 2004 hatten die Alkopops das Bier als beliebtestes alkoholisches Getränk bei Jugendlichen abgelöst.
- Innerhalb von drei Jahren stieg der Alkoholkonsum von Jugendlichen um mehr als 25 Prozent.
- Die BZgA kommt zu dem Schluss: "Da die Trends für Bier, Wein und Spirituosen nicht gestiegen sind, sind der Anstieg in der Häufigkeit des Alkoholtrinkens insgesamt und die Zunahme der von den Jugendlichen getrunkenen Alkoholmengen das Ergebnis des häufigeren Konsums von Alkopops".
Zu ähnlichen Ergebnissen kommt auch eine Gesundheitsstudie unter Schirmherrschaft der WHO, die unter anderem das Alkoholkonsumverhalten von Schülerinnen und Schülern untersucht. Die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (sfa) hatte im deutschsprachigen Raum als eine der ersten Einrichtungen vor den Folgen der Alkopop-Welle gewarnt. In der Schweiz griffen Jugendliche regelmäßig zu Alkopops, auch Mädchen und jene Jugendlichen, die bisher eher keinen Alkohol mochten, so die sfa.