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Acrylamid

Lebkuchen-Test: Wenige Ausreißer mit hohen Werten



Lebkuchen-Test: Wenige Ausreißer mit hohen Werten

30.11.2009

foodwatch hat 17 Lebkuchen- und Spekulatius-Sorten auf Acrylamid testen lassen. Die gute Nachricht: Die Acrylamid-Belastung ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Die schlechte: Einzelne Produkte sind immer noch unnötig hoch belastet. Die Testverlierer enthalten 20 bis 30 Mal so viel Acrylamid wie die Sieger.

 

Der höchste Acrylamidwert wurde bei Bio-Elisen Lebkuchen von Allos mit einem Acrylamidwert von 510 Mikrogramm pro Kilogramm und Echten Pulsnitzer Delikatess Lebkuchen von Frenzel mit 430 Mikrogramm gemessen. Dagegen enthalten die Testsieger – Bahlsen Contessa Schokolade und Bahlsen Grandessa Oblaten Lebkuchen – jeweils nur 16 Mikrogramm. Für die ausführlichen Testergebnisse klicken Sie sich durch die Fotostrecke und laden Sie sich die PDF-Übersicht für Ihren Einkauf herunter.

Fotostrecke: Acrylamid in Weihnachtsgebäck

Klicken Sie auf ein Bild, um die Fotostrecke zu starten (17 Bilder)

Insgesamt ist die Belastung nur bei zwei Produkten im Vergleich zum Vorjahr signifikant gestiegen. Die meisten Hersteller haben ihre Werte inzwischen im Griff.

Dokumente & Links

Es zeigt Wirkung, dass foodwatch seit 2002 regelmäßig jedes Jahr Produkte auf Acrylamid testet und die Werte veröffentlicht. Umso unverständlicher, wenn die Lebensmittelkontrollbehörden ihre Werte geheim halten.

Amtliche "Signalwerte" viel zu hoch

foodwatch fordert, die Behördendaten unverzüglich unter Nennung von Namen zu veröffentlichen und ein Kennzeichnungspflicht für Acrylamid auf der Verpackung. Dass der Acrylamidgehalts bei Lebkuchen und Spekulatius auf Werte von unter 50 Mikrogramm gesenkt werden kann, beweisen neun der 17 Testkandidaten. Die unverbindlichen, behördlichen "Signalwerte“ dagegen – 1.000 Mikrogramm für Lebkuchen, 416 für Spekulatius – sind absurd hoch. So haben die Hersteller keinerlei Anreiz, sich zu verbessern – und dabei geht es Acrylamid darum, so wenig wie nur irgendwie möglich zu sich zu nehmen.

 

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Acrylamid kann beim Frittieren, Backen oder Braten stärkehaltiger Produkte entstehen. Im Tierversuch löst die Substanz Krebs aus und schädigt das Erbgut; die Gefahr für den Menschen ist noch nicht abschließend geklärt. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) legt lediglich unverbindliche "Signalwerte" fest, die sich an den am höchsten belasteten Produkten orientieren.

 

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