Der Kennzeichnungsvorschlag von foodwatch
06.08.2007
foodwatch hat ein Modell für die Kennzeichnung des Acrylamidgehalts entwickelt. Durch eine Vergleichsskala, wie sie bei Haushaltsgeräten üblich ist, würde Verbrauchern gesundheitsbewusstes Einkaufen ermöglicht.
Die Acrylamid-Belastungen unterscheiden sich sowohl bei Chips als auch bei Weihnachtsgebäck um das bis zu Vierzigfache. Doch wie belastet
Produkt X oder Y sind, erfährt der Verbraucher nicht. Dabei könnten die
Produzenten ebenso wie andere Inhaltsangaben die durchschnittliche
Belastung auf die Verpackung bringen - für alle Verbraucher, die auch
bei
Chips nicht nur der Preis interessiert. Platz genug ist auf den
Chipstüten, das hat foodwatch getestet. Und wer Aufkleber für
Gewinnspiele und ähnliches anbringen
kann, kann auch Acrylamid-Informationen aufkleben.
Klare Kennzeichnung durch Vergleichsskala
Durch eine Vergleichsskala, wie sie bei Haushaltsgeräten für den Energieverbrauch gängig ist, ließe sich mit einem Blick erfassen, in welcher "Belastungsklasse" das Produkt ist. Der Verbraucher könnte mit dem Wissen um die Acrylamidbelastung entscheiden, ob es in den Einkaufswagen wandert oder nicht. Eine vierteljährliche Aktualisierung würde genügen. Gemessen werden die Werte ohnehin - unter anderem vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), das aber nur die Durchschnittswerte der Produktklassen veröffentlicht. Die konkreten Belastungen einzelner Produkte bleiben geheim. Damit unterstützt das BVL Hersteller, denen es egal ist, dass sie ihre Kunden einer vermeidbaren Gesundheitsgefahr aussetzen. foodwatch fordert darum: Die Werte müssen auf die Packungen!
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