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EU-Behörde: Belastung für Kinder muss sinken18.05.2009 In der "Gemeinsamen Stellungnahme" Nr. 020/2007 des Bundesinstituts für Strahlenkunde (BfS) und des Bundesinstituts für Riskiobewertung (BfR) vom 5. April 2007 empfiehlt das BfR "die Ableitung eines europäischen Höchstwertes für Uran in Trink- und Mineralwasser“ und "die gesundheitliche Bewertung von Uran und die Ableitung eines solchen Wertes durch die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA)“. Das Ergebnis dieses Prüfauftrags durch Deutschland hat die EFSA Ende März 2009 vorgelegt ("Uranium in foodstuffs, in particular in mineral water"). Uranbelastung von MineralwasserDer EFSA lagen 2.207 Uran-Messwerte aus verschiedenen europäischen Ländern vor. Die Bandbreite reicht von 0,0 bis 152,70 Mikrogramm/Liter Wasser. Die EFSA wertet sie wie folgt aus:
Deutschland europaweit führend beim Mineralwasser-VerbrauchIn Deutschland ist der tägliche Pro-Kopf-Verbrauch von abgefülltem Wasser mit 628 Gramm pro Tag mit weitem Abstand am höchsten von 17 europäischen Staaten. (Nur in Belgien ist der Verbrauch mit 544 Gramm pro Tag und Kopf ähnlich hoch. In Österreich liegt er bei 216, in Frankreich bei 283 Gramm pro Tag und Kopf.) Der mögliche Einfluss von Mineralwasser auf die Uranbelastung ist in Deutschland also vergleichsweise hoch. Kinder sind dreifach höher belastetDie EFSA leitet keinen konkreten Grenzwert ab. Sie ermittelt aber mit Hilfe von vier Szenarien mögliche Belastungen durch Uran. Die Stellungnahme ergibt klar: Wenn Kleinkinder hauptsächlich Wasser trinken, das bis zu 8,4 Mikrogramm Uran pro Liter enthält, nehmen sie mindestens doppelt so viel Uran auf, wie es laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) gerade noch akzeptabel ist. Der in Deutschland bislang diskutierte Grenzwert von zehn Mikrogramm Uran pro Liter Wasser ist daher keinesfalls ausreichend, um die Gesundheit von Kindern vorsorgend zu schützen. Selbst bei einem Urangehalt von zwei Mikrogramm pro Liter nehmen Kinder bereits die Hälfte der gerade noch duldbaren Höchstmenge an Uran auf. Die Belastung für Kinder verringernIn ihrer "Risikobewertung" schreibt die EFSA, dass die Belastung von Kleinkindern bis zu dreifach höher sein kann als bei Erwachsenen. Die Behörde kommt zu dem Schluss, dass solche Belastungen von Kleinkindern vermieden werden sollten ("that such exposure in infants should be avoided"). E-Mail-Aktion: Fordern Sie einen Grenzwert für Uran im Wasser!Fordern Sie über die Protest-Aktion von foodwatch Uran-Grenzwerte für Trinkwasser und Mineralwasser! |
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