Die Ergebnisse des Reports "Klimaretter Bio?"
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Bio versus konventionellDie konventionelle Agrarlobby argumentiert, höhere Erträge und Produktionsleistungen würden pro Kilogramm Getreide oder Fleisch geringere Treibhausgasmengen erzeugen und deshalb das Klima schützen. Demgegenüber fordern die Grünen einen "Ökobonus" vor allem für die ökologische Landwirtschaft. Sowohl Bio- als auch konventionelle Landwirtschaft belasten das KlimaSowohl die konventionelle Landwirtschaft als auch der Ökolandbau emittieren erhebliche Mengen an Treibhausgasen. Zwar weist die ökologische Landwirtschaft pro Kilogramm Getreide um etwa 60 Prozent geringere Treibhausgasemissionen auf als die konventionelle Produktion. Sie emittiert auch insgesamt in der Landwirtschaft wegen der deutlichen Vorteile beim Pflanzenbau etwa 15 bis 20 Prozent weniger Treibhausgase. Ökologische Betriebe verursachen jedoch bei der Milch- und Rindfleischproduktion teilweise mehr Treibhausgase als bei der konventionellen Herstellung. Das Argument von Grünen und Ökoverbänden, die Ökolandwirtschaft sei ein Klimaretter und verdiene deshalb einen "Klimabonus", ist daher nicht haltbar. Ebenso wenig haltbar ist allerdings die Behauptung der konventionellen Agrarlobby, die konventionelle Landwirtschaft belaste wegen höherer Erträge bzw. besserer Effizienz das Klima weniger als der Ökolandbau.
Tabelle: Treibhausgasemissionen durch die Erzeugung von 1 kg Rindfleisch(inkl. der Vorprodukte)
Quelle: IÖW
Form der Tierhaltung |
konventionell kg CO2-Äquivalent pro kg Schlachtgewicht Rinder |
öko
kg CO2-Äquivalent pro kg Schlachtgewicht Rinder |
| Kuhfleisch von Altkühen aus Milchviehhaltung |
6,04 |
3,93 |
| Rindermast aus Milchviehhaltung |
8,40 |
13,50 |
| Kuhfleisch von Altkühen aus Mutterkuhhaltung |
14,54 |
12,25 |
| Rindermast aus Mutterkuhhaltung |
16,76 |
16,28 |
Biosiegel gibt keine ausreichende Orientierung Das Biosiegel gibt Verbrauchern, die sich ökologisch ernähren und das Klima schützen wollen, keine ausreichende Orientierung. Denn die Treibhausgasemissionen sind nicht Bestandteil der Kriterien für das Biosiegel. Die Herstellung ökologischer Milch verursacht beispielsweise mehr Treibhausgase, wenn die Milch von einem ökologischen Durchschnittsbetrieb stammt, als Milch von klimaoptimierten konventionellen Milchviehhaltern. Die Produktion von ökologischem Rindfleisch (Ochsenmast) verursacht bis zu 60 Prozent mehr Treibhausgase als eine konventionelle Herstellung (Bullenmast).
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