Die Forderungen von foodwatch
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Landwirtschaft muss Teil der Klimapolitik werden
Die Landwirtschaft in Deutschland emittiert mit 133 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten fast ebensoviel Treibhausgase wie der Straßenverkehr. 71 Prozent oder 94 Millionen Tonnen verursacht die Tierhaltung, deutlich mehr als die Hälfte davon die Rindfleisch- und Milchproduktion. 29 Prozent oder 39 Millionen Tonnen entstammen dem Anbau von Pflanzen für Nahrungsmittel. Trotz dieser hohen Treibhausgasmengen ist die Landwirtschaft nicht Teil der deutschen (oder europäischen) Klimapolitik. Die Bundesregierung begründet dies damit, dies sei nicht notwendig, weil es sich bei der Entstehung von Treibhausgasen in der Landwirtschaft um "natürliche Prozesse" handele. Das Ausmaß der Treibhausgase in der Landwirtschaft beruht jedoch nicht auf "natürlichen Prozessen", sondern wird durch die von Menschen gewählten Produktionsmethoden und durch die Ernährungsweise der Konsumenten bestimmt.
Treibhausgase können um 60 Prozent reduziert werden
Wegen des großen Potentials, Treibhausgase in der Landwirtschaft zu reduzieren, muss die Landwirtschaft unbedingt Teil der deutschen und europäischen Klimapolitik werden. Zu diesem Zweck müssen konkrete Reduktionsziele formuliert werden. Bei konsequenter Umstellung der Landnutzung, ökologischer Produktionsweise und einer Verringerung des Konsums von Fleisch und Milchprodukten lassen sich die Treibhausgase der Landwirtschaft um etwa 80 Millionen Tonnen oder 60 Prozent reduzieren. Das Klimaziel der Bundesregierung sieht vor, bis 2020 in allen Wirtschaftssektoren (außer der Landwirtschaft) 270 Millionen Tonnen pro Jahr einzusparen. Auf das beträchtliche Einsparpotential der Landwirtschaft darf keinesfalls verzichtet werden.
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